8 Kommentare
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Avatar von Gerold Winz

Bitte nicht als Besserwisserei betrachten, sondern als ein weiterer Punkt, der den "Spürsinn" von Robert Habeck unterstreicht. Es geht um den Kauf von TenneT und die Zusammenführung der 4 großen deutschen Übertragungsnetzbetreiber (TenneT, 50Hert, Amprion, TransnetBW). Spannend ist, dass sich die damalige Opposition ziemlich scharf dagegen gewehrt hat und jetzt eine Minderheitenbeteiligung getätigt hat.

Einen etwas "humorvolleren Blick" auf die "Verdienste" von Robert Habeck wirft die Sendung HEUTE SHOW:

https://www.youtube.com/watch?v=crOi0NjGIDE

Avatar von Dirk

Wow. Das nenne ich mal einen sinnstiftenden Überblick. Das Gedächtnis reicht ja nicht, um alle Nachrichten im Blick zu behalten. Danke

Avatar von Jens Mattern

Habecks Problem war, dass er selbst keine Fakten im Kopf hatte und zu sehr von seinen Beratern abhängig wirkte. Schwierig auch seine Selbstverliebtheit.

Avatar von Reiner

Warum hat er dann nicht die Laufzeit der letzten 3 AKWs verlängert, wenn er unbedingt die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern (und deren Verkäufern) verringern wollte? Die könnten wir jetzt gut gebrauchen, statt nachts Kohlestrom zu produzieren oder Atomstrom aus Frankreich zu importieren. Und nein, die erneuerbaren konnten den Wegfall nicht kompensieren, vor allem nachts nicht.

Avatar von Runkelstoss

"Das Muster ist deutlich: Habeck sah Abhängigkeiten dort, wo andere nur Preise sahen. Er sah Risiken dort, wo andere noch Renditen sahen. Er sah die Rechnung, während Deutschland noch darüber stritt, ob man sie überhaupt öffnen sollte."

Ich habe mich oft gefragt, warum sich die Schröder, Merkel, Scholz-Regierungen mit ihrer Russland-Politik so verschätzt haben. Natürlich gibt es, wie immer viele Gründe. Einer Grunde ist mir besonders aufgestoßen, ich taufe ihn auf den Name wirtschaftszentrierte Weltsicht. Ich vermute, daß viele Politiker in Allem zunächst wirtschaftliche Aspekte sehen, erörtern, priorisieren. Nur wenig, Habeck ist einer davon, können aus unterschiedlichen Richtungen auf ein Problem, auf eine Situation schauen.

Möglicherweise konnte sich keiner unserer Regierer vorstellen, dass Wirtschaftswachstum für Putin ganz unten auf der Liste steht.

Avatar von Heinrichs

Mein Bild: Man hatte all-in auf den amerikanischen Hegemon gesetzt, der den geopolitischen Rahmen stabilisiert (und dass eine weltweite Demokratisierung mittels "Wandel-durch-Handel" einsetzen würde), man hatte mit stolzem Blick auf die historischen Erfolge der made-in-Germany Marken - und mit dem Exportweltmeisttitel in der Vitrine - an eine unerschütterliche immerwährende technische deutsche Überlegenheit geglaubt.

"Wirtschaftszentrierte Weltsicht"... ja, aber mit einem neoliberalen Wirtschaftsverständnis, in dem Krisen nicht modelliert werden können - und immer exogene Ereignisse sind, die mit den eigenem Handeln nichts zu tun haben. So wurschtelt man sich durch und schafft einen Niedriglohnsektor, um sich auf dem Rücken der Leistungsbasis den Exporttitel zurück-erschleicht... --> würde man stattdessen den Mensch in den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Denkens rücken und die krisenanfällige Natur unseres Systems mitdenken, dann käme man zu einer Position mit Risikoantenne, die der Habeckschen wohl ähnelt...

Avatar von Runkelstoss
1hBearbeitet

Der amerikanische Hegemon, Bush Jr. und Obama, war selber an guten Beziehungen zu Russland interessiert. Bei Bush war es der “War on Terror”, bei Obama war es Abrüstung. Der Handel der USA mit Russland war und ist nicht besonders groß.

Ich komme noch mal auf die “wirtschaftszentrierte Weltsicht” zurück, die ist klar neoliberal, aber das Modell “Wandel durch Handel” ist Aufklärung pur. Montesqieu schreibt vom “doux commerce”, dem “süße Handel”, der die Affekte, Gefühle, befriedet.

Die neoliberale Ideologie dagegen trennt scharf zwischen Wirtschaft und Politik, und da liegt genau das Problem. Die “wirtschaftszentrierte Weltsicht” macht blind für Motive außerhalb Gewinnmaximierung.

Avatar von E.A. Graf

D hat Gaslieferverträge gekündigt nicht R hat einfach weniger geliefert. Was soll das denn?